Konzept

Konzeption

1.0 Einleitung

“ Die Konzeption ist die Grundlage unserer Arbeit „
Dieses Heft wird Ihnen viel Einblicke in unsere Arbeit geben.
Es veranschaulicht, wie sich das gemeinsame Leben im Kindergartenalltag gestaltet, aber auch die Ziele, die wir verfolgen, die pädagogischen Ansätze und Werte, wie wir diese umsetzen.
Konzeptionen sind individuell in jeder Einrichtung, so auch bei uns. Sie wurden von unserem pädagogischen Team entwickelt und erarbeitet.
Eine Konzeption lebt von ihrer Weiterentwicklung. Veränderung bei Kindern, Eltern, dem Umfeld und dem Erzieherteam tragen dazu bei, dass diese Schrift ein „Dokument auf Zeit“ ist.
6. Ausgabe März 2019

2.0 Rahmenbedingungen

2.1 Die Kuschelburg gUG (haftungsbeschränkt) als Träger

Die Kuschelburg gemeinnützige Unternehmer Gesellschaft (haftungsbeschränkt) existiert in dieser Gesellschaftsform seit dem 01.01.2014.
Sie löste den gemeinnützigen Verein BIBBI-BÄRS Kuschelburg e. V. ab, der sich im Dezember 2008 gründete.
Seit dem 01.06.2009 ist der Träger in der freien Jugendhilfe nach § 75, SGB VIII anerkannt.
Die Gründerin Bärbel Nothnagel ist Gesellschafterin der gUG und führt zusammen mit dem Geschäftsführer und Gesellschafter Franz-Bernhard Theele, der seit Juli 2012 in der Einrichtung ist, die Geschäfte der Gesellschaft.
Beide sind sich der Chancen, aber auch der Risiken einer solchen Trägerschaft bewusst.
Ziel des Trägers ist es, eine Betreuungseinrichtung zu unterhalten, die die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Person fördert, Erziehung und Bildung in der Familie unterstützt und ergänzt, Eltern hilft, die Erwerbstätigkeit und Erziehung miteinander zu vereinbaren.

2.2 Leitbilder

2.2.1 Leitbild der Kindertagesstätte BIBBI-BÄR

Wir unterstützen Familien darin, ihre individuellen Lebensentwürfe zu realisieren und ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Dabei verstehen wir uns als Anwalt des Kindes. Deshalb orientieren wir uns bei der Gestaltung des pädagogischen Alltags an den Bedürfnissen der Kinder.
In einer Atmosphäre der Herzlichkeit, der Geborgenheit und des Wohlbefindens pflegen wir einen respektvollen Umgang miteinander. Wertschätzung äußert sich für uns im Detail.
Deshalb nehmen wir uns Zeit für jedes Kind, alle Eltern und alle MitarbeiterInnen.

Wir nehmen die Bedürfnisse und Interessen der Kinder als Ausgangspunkt für die Gestaltung unseres pädagogischen Alltags. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass jedes Kind sich gemäß seinem individuellen Rhythmus und seinen Begabungen entfalten kann. Mit Geborgenheit und Wohlbefinden schaffen wir die Voraussetzung für die Bildung und Erziehung der uns anvertrauten Kinder.

Wir wünschen uns selbstständige Kinder, die zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Personen heranwachsen. Wir begleiten und unterstützen sie darin, eigenständig zu handeln und zu entscheiden sowie selbstbewusst in ihre Umwelt hineinzuwachsen. Dazu gehört für uns, dass wir auf Fragen der Kinder eingehen und uns ganzheitlich mit ihnen auseinander setzen.

Unser Kindergarten ist ein „Haus der Herausforderung“. Die Räumlichkeiten sind von den ErzieherInnen so gestaltet, dass sie die Kinder zum aktiven Lernen einladen und ihre Selbstbildungsprozesse unterstützen. Auch für die Vermittlung von Freude an körperlicher Aktivität sehen wir die ErzieherInnen als Vorbilder, die vielfältige Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder schaffen. Eine gesunde körperliche und kognitive Entwicklung steht im Vordergrund.

Wir betreiben eine lebendige Einrichtung, in der Kinder Kultur im Alltag erleben. Deshalb achten wir kulturelle Besonderheiten jeder Familie und unterstützen die Freiheit der Entwicklung des Kindes. Als öffentlicher, nicht konfessioneller, Träger setzen wir uns mit kulturellen und weltanschaulichen Fragen auseinander.

Wir betrachten die Erziehung der Kinder als gemeinsame Aufgabe von Familie und Kita. Den Bezugsrahmen für unsere Arbeit stellt die schriftliche Konzeption der Einrichtung dar.
Die Eltern und ErzieherInnen arbeiten in unserer Einrichtung auf vielfältige Art und Weise zusammen.

Wir nehmen Eltern mit ihren Bedürfnissen und Wünschen ernst. Demokratisches Handeln und Transparenz wird von uns gefördert und unterstützt. Deshalb legen wir in unserem Haus Wert auf eine offene Kommunikation zwischen den Eltern, dem pädagogischen Personal und dem Träger.                      Wir fördern unsere MitarbeiterInnen in der Weiterentwicklung ihrer beruflichen und persönlichen Kompetenzen.

2.2.2 Leitbild des Trägers

Wer sind wir?

Wir sind ein öffentlicher Träger der freien Jugendhilfe.

Wir fördern Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung, unterschiedlicher sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft sowie Kinder mit und ohne Behinderungen.

Wir betreuen 28 Kinder in der Kita Bibbi-Bär in Berlin-Steglitz.

Wir bieten bedarfsgerechte Öffnungszeiten.

Wie arbeiten wir?

Wir ermutigen die Kinder und begleiten sie respektvoll und aufmerksam bei ihren Lernprozessen.

Wir unterstützen die Kinder, als Experten in eigener Sache aufzutreten und begegnen ihnen mit Wertschätzung und Achtung. 

Wir begleiten KInder bei der Entwicklung eigener Lösungen.

Wir nehmen die Interessen der Kinder und ihrer individuellen Entwicklungsschritte bewusst wahr und entwickeln aus diesen Beobachtungen unser pädagogisches Handeln.

Wir gestalten die Eigewöhnung der Kinder individuell auf Grund umfassender Kenntnisse der Entwicklungspsychologie und Kleinkindpädagogik (Berliner Eingewöhnungsmodell).

Wir fördern systematisch die Sprachentwicklung von Anfang an.

Wir arbeiten familienergänzend und unterstützend.

Wie arbeiten wir?

Wir setzen das BerlinerBildungsProgramm (BBP) konsequent um.

Wir verfügen über mehr Personal als vom Senat von uns gefordert wird. Darüber hinaus beschäftigen wir Mitarbeiter im Rahmen eines freiwilligen, sozialen Jahres (FSJ), Sozialassistenten/-innen oder Erzieherhelfer/-innen.

Wir bilden in unserer Einrichtung Praktikanten aus.

Wir erwarten von unseren Mitarbeiter/-innen die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen, damit sie die Qualität ihrer Arbeit systhematisch weiterentwickeln.

Wir fördern die Kinder durch kulturelle und interkulturelle, sportliche und musikalische Angebote.

Ohne Sie Läuft Nichts!

  • Elternbeteiligung und aktive Teilnahme am Entwicklungsprozess der Kinder halten wir für selbstverständlich.
  • Die Mitarbeit von Eltern an unserer Qualitätsentwicklung begrüßen wir ausdrücklich.
  • Die Beteiligungs- und Mitbestimmungsgremien sind ein wichtiges Instrument und die Chance zur Teilhabe und Mitverantwortung bei der Förderung der Kinder in unserer Kindertagesstätte.

2.3 Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung wird nach den Statuten des Berliner Kita-Institutes für Qualitätssicherung (BeKi) vorgenommen. Dieses Institut bietet verschiedene Unternehmen für die interne und externe Evaluation an.
Wir arbeiten mit Euro-Norm / KiQu (Qualität für Kinder) zusammen.
Zweimal im Jahr evaluieren wir uns intern und alle fünf Jahre werden wir extern evaluiert. Die letzte externe Evaluation fand 2013 statt.
Die Evaluation überprüft die Qualität in mehreren Bereichen, insbesondere Platz und Ausstattung, Beobachten und Dokumentieren, anregungsreiche Räume, Elternarbeit, Planung und Gestaltung, Spiel und Ernährung, Übergang in die Grundschule.

2.4 Lage der Einrichtung

Die Kita liegt in der ersten „Rauchfreien Siedlung“ (Schornsteinfrei) im Süden Berlins. Gegenüber unserer Einrichtung befinden sich eine Gartenkolonie und eine Schule für Maler und Tapezierer. In den Ferien haben wir hin und wieder die Möglichkeit, die große Turnhalle der Schule zu nutzen. Zu den Bewohnern der Gartenkolonie haben wir einen guten Kontakt, sodass wir von der Ernte das ganze Jahr über profitieren. Des Weiteren bieten uns die Gärten einen Einblick in die Natur mit seinen Jahreszeiten. Durch unsere zentrale Lage ist es uns möglich, verschiedene Verkehrsanbindungen zu nutzen, wie z. B. die Busse 181, 186, 187, M82, X83, 282 und die S-Bahn (Südende).

2.5 Betreuungsangebot und Öffnungszeiten

Montag – Freitag in der Zeit von 7:00 – 17:00 Uhr.
Die Bringezeit endet um 8:30 Uhr.
Wir sind bemüht, unsere Schließzeiten so gering wie möglich zu halten
Zwischen Weihnachten und Neujahr, an den Brückentagen sowie für sechs Fortbildungstage haben wir unsere Einrichtung geschlossen. Die individuellen Schließzeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

2.6 Elternbeitrag (Zuzahlung)

Zwischen dem Träger und den Eltern gibt es eine freiwillige Zuzahlungsvereinbarung.
Für Frühstück und Vesper sowie für Ausflüge und Besuche von Kino, Theater, Ausstellungen, Museen etc. nehmen wir einen Beitrag von 25,00 € monatlich.
Zur Transparenz wird einmal im Jahr auf einem Elternabend eine Zusammenstellung der Ausgaben vorgelegt.

2.7 Personal

Die personelle Besetzung richtet sich nach § 47 SGB VIII i. V. mit § 31 AG KJHG.

Bärbel Federlechner (100 %) staatlich anerkannte Erzieherin seit 1979 ist pädagogische und organisatorische Leitung der Kita. Sie hat eine Zusatzausbildung als Facherzieherin für Integration.

Die Kinder werden betreut von:

  • Martine M. (100%) staatlich anerkannte Erzieherin seit 2008
  • Franziska W. (100%) staatlich anerkannte Erzieherin seit 2013 (z. Z. in Elternzeit) Facherzieherin für Integration
  • Katrin R. (75%) staatlich anerkannte Erzieherin seit 2011
  • Janine F. (100%) staatlich anerkannte Erzieherin seit 2016, Facherzieherin für Intergration
  • Maike F. (100%) staatlich anerkannte Erzieherin seit 2018
  • Eva F. (100%) Erzieherhelferin
  • Bärbel N. (100%) staatlich anerkannte Erzieherin seit 1979, Facherzieherin für Integration

Außerdem werden Erzieher- sowie Schulpraktikanten bei uns eingesetzt.

Wir werden bekocht von:
Kolja C. (100%) Koch und Wirtschaftskraft seit 1999

2.8 Praktikanten

Die Ausbildung von Praktikanten/innen gehört zu den Aufgaben von Kindertagesstätten. Wir ermöglichen Schülern/innen ein berufsorientiertes Praktikum, laden zu Boys- und Girls-Days ein und unterstützen angehende Erzieher/innen in ihrer praxisorientierten Ausbildungszeit.

Die Pädagogen sind Vorbild in ihrer Arbeit und Handlungsweise, Ansprechpartner und Vermittler für Praktikanten/innen, geben Unterstützung, sind Autoritätspersonen, aber auch Berater, Impulsgeber und Motivatoren.

Das Schülerpraktikum (meist in der 9. Klasse) dient zur ersten Berufsorientierung. Der/die Praktikant/in lerntdas Berufsfeld des/der Erziehers/in kennen. Wohingegen das Berufspraktikum (während der Ausbildung zum/zur Sozialssistenten/in oder zum/zur Erzieher/in) zur Vertiefung dieser Erfahrungen und zur Festigung des Berufswunsches führen soll.

Unser Profil als Lernortpraxis

Wir geben eine Einblick

  • in Intergrationsarbeit
  • in unser pädagogisches Konzept
  • in die Gestaltung des alltäglichen Ablaufs
  • in Beobachtungsverfahren und Dokumentationen (Portfolio, Sprachlerntagebuch)
  • in die Vorbereitung von Elterngesprächen (Ablauf, schriftliche Vorbereitung)
  • in die Projektarbeit (Ideenfindung und Durchführung mit den Kindern)
  • in die Zusammenarbeit im Team (Dienstbesprechungen)
  • in die Zusammenarbeit mit den Familien (Beobachtung verschiedener Formen von Elternarbeit)
  • in die kooperative Zusammenarbeit mit Grundschulen
  • in den Umgang mit dem Berliner Bildungsprogramm

Unsere Anforderungen an den/die Praktikanten/in

  • Motivation > grundsätzliches Interesse am Beruf des/der Erziehers/in
  • Angemessenes Auftreten > gepflegtes, äußeres Erscheinungsbild
  • Empathievermögen > sich in die Situation von Kinder hineinversetzen und diese ernstnehmen
  • Zuverlässigkeit/Durchhaltevermögen > gewissenhafte und fokussierte Erledigung der übertragenen Arbeiten
  • Selbstverständnis > nach Einweisung und mit Hilfestellung versuchen, die Aufgaben zunehmend allein zu bewältigen
  • Kooperations- u. Hilfsbereitschaft/Teamfähigkeit > das Kita-Team bzw. die Gruppe zu unterstützen
  • Beziehungs- u. Kontaktfähigkeit > bereit sein, mit Personen im Kita-Alltag in Kontakt zu treten
  • Kommunikationsfähigkeit > angemessen artikulieren (sprachliches Vorbild), andere Meinungen anhören, Bedürfnisse vertreten
  • Kritikfähigkeit > Kritik annehmen und bereit sein, die Arbeitsweise zu ändern
  • Bild vom Kind > Kinder wertschätzen und auf gleicher Ebene behandeln
  • Lernbereitschaft > Interesse haben, Neues zu lernen
  • Reflexionsfähigkeit > das eigene Verhalten in verschiedenen Situationen reflektieren
  • Strukturiertes Arbeiten > erste Lösungswege entwickeln, um Aufgaben im zeitlichenRahmen zu bewältigen

Unser Ziel am Endse des Praktikums

Der/die Praktikant/in

  • ein berufliche Selbstbild individuell für sich entwickeln
  • zunehmend selbstständig arbeiten können
  • die schulischen Aufgaben möglichst selbstständig bearbeiten und fertigstellen
  • theoretisch erworbene Kenntnisse in der Praxis festigen konnen
  • positive Erlebnisse für die Zkunft mitnehmen und bei der Berufswahl sicherer sein.

3.0 Raumkonzept

Räume senden Signale aus,
die wir spüren, sehen, hören, riechen und schmecken können.
Wie Speisen, die uns den Appetit verschlagen oder anregen,
die uns auf- und anregen, lähmen oder aktivieren,
zum Verweilen einladen oder abschrecken,
traurig machen oder freuen, zum Rückzug auffordern oder
dazu einladen, gerne die Eindrücke zu geniessen.

Armin Krenz
(Sozialpädagoge und Autor päd. Schriften)

Die Räume unserer Einrichtung sind hell und freundlich. Das Mobiliar und der Sanitärbereich sind in Größe und Höhe der Kinder angepasst, sodass eine selbstständige Nutzung durch die Kinder möglich ist.
Die Möbel sind so beschaffen, dass wir jederzeit, nach den Bedürfnissen der Kinder, die Raumaufteilung und -nutzung ändern können. Daran werden die Kinder aktiv beteiligt, z. B. Essensituation (einzeln gestellte Tische oder lange Tafel).
Die Kinder finden sich wieder, indem sie persönliche Dinge von zuhause mitbringen können (z. B. Kuscheltier oder Kuschelkissen, Decke etc.).
Die von den Kindern erstellten Arbeiten werden, teilweise auch im Flur, aufgehängt und erfahren dadurch Wertschätzung durch die Gruppe und die Eltern.
Die Räumlichkeiten werden jahreszeitlich gestaltet (Bastelarbeiten der Kinder).

Spielmaterialien:
Wir bieten unterschiedliches Material zum Entdecken, Forschen, Ausprobieren, Bauen etc. zur freien Verfügung an.
Das Material wird überwiegend in durchsichtigen Kisten aufbewahrt und hat jeweils einen festen Platz im Raum, sodass eine klare Orientierung gewährleistet ist.

In den Räumen gibt es verschiedene Funktionsecken, die den Kindern Sicherheit und Geborgenheit geben. Dort können sie nach ihren Interessen und Wünschen eigene Spiele entwickeln.

3.1 Die Bären-Gruppe

Gerade bei den Kleinsten sind ein sicherer Raum, feste Bezugspersonen und eine kleine Kindergruppe von äußerster Wichtigkeit.
In der Bärengruppe werden 13 Kinder im Alter von 1 – 3 Jahren liebevoll von der Facherzieherinnen Martina M. und Katrin R. sowie der Erzieherhelferin Eva F. betreut.
Hier erfahren sie Schutz, Geborgenheit und Nestwärme.

Der Bereich für die Bären-Kinder unterteilt sich in zwei Räume.
Ein Raum dient der Bewegungsförderung und ist ausgestaltet mit unterschiedlichen Materialien, die u.a. zur Bewegung und zum Rollen- bzw. Konstruktionsspiel anregen.
Im zweiten Raum werden die Mahlzeiten eingenommen, kreativ gearbeitet und es wird Platz für Regelspiele angeboten.

Ziele unserer Arbeit:
– eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Erzieherin und Kind
– enge Zusammenarbeit mit den Eltern
– Förderung der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins
– gewaltfreie Konfliktbewältigung
– Wahrnehmung jedes einzelnen Kindes als eigenständiges Individuum
– Regeln verstehen und umsetzen lernen
– Sicherheit durch feste Rituale und einen strukturierten Tagesablauf
– einen Umgang mit anderen Kindern kennenlernen und seinen Platz in der Gruppe finden
– die Kinder beim Umgang mit ihren Gefühlen unterstützen und diese ernstnehmen
– durch tägliches Miteinander Förderung der expressiven und rezeptiven Sprache

3.2 Die Igel-Gruppe

Die 15 Igel-Kinder (ca. 3 – 6 Jahre) werden von den Facherzieherinnen Janine F. und Maike F. liebevoll und konsequent begleitet. Hier findet auch ganz gezielt Vorschularbeit statt.
Grundlegende Kenntnisse wie Farben und Mengenlehre, Basteln, Schneiden, Malen, Singen, Gruppen – und Kontaktfähigkeit, Konfliktverhalten, Regelbewusstsein stärken, lernen die Kinder verstärkt in dieser Gruppe.

Pädagogische Inhalte in dieser Gruppe:
– Exkursionen zu verschiedenen Institutionen wie Feuerwehr, Polizei, Museen, Theater, Kino etc.
– Erkundung des Stadtteils (Hausbesuche durch gegenseitige Frühstückseinladungen
– Verkehrserziehung
– differenzierte Kreativangebote
– soziale Ziele festlegen, d.h. verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen
– erarbeiten von Lernspielen
– Ausdauer, Merkfähigkeit und Konzentration mit viel Spaß fördern
– Spielzeugtag (eigenes Spielzeug von zuhause) einmal in der Woche
– Schwimmbadbesuch einmal im Monat
– Waldtag einmal im Monat

Uns ist bewusst dass das letzte Jahr vor der Schule für die Kinder und auch für die Eltern etwas Besonderes ist. Deshalb bieten wir für unsere „Großen“ ein Jahr vor Schulbeginn eine Vorschulgruppe an, die zweimal wöchentlich stattfindet.

Pädagogische Inhalte der Vorschularbeit:
– Kooperation mit den Grundschulen
– erarbeiten von Lernspielen und Übungen, wie Schwungübungen und Formenwahrnehmung
– Ausdauer, Merkfähigkeit und Konzentration

Funktionsräume:
Die Igelhaben drei Räume zur Verfügung.
– Bauraum
– Rollenspiel- / Ruheraum
– Regelraum

Bauraum:
Kinder wollen ihre Umwelt aktiv mitgestalten und mit eigenen Händen „begreifen“. Das Spiel und ihre Wahrnehmung ist dabei Hilfe, die sie benötigen.
Beim Bauen und Konstruieren entwickeln Kinder ihre Grob – und Feinmotorik.
Sie setzen sich spielerisch mit vielen physikalischen Gesetzen auseinander und verstehen diese nach einiger Zeit. Im Spiel lernen Kinder den Umgang mit verschiedenen Materialien, mit denen sie ihre Ideen, ihre Kreativität und ihre Phantasie entfalten können. Von zentraler Bedeutung ist die verbale und nonverbale Kommunikation der Kinder. Die Kinder begleiten ihre Bauaktivitäten sehr häufig mit Geschichten oder Erlebnissen aus ihrem Alltagsleben. so wird auch die Sprache gefördert.
Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum klein – und großräumigen Bauen und Konstruieren. Dieses bieten wir sowohl im Bauraum als auch im Bewegungsraum, aber auch beim Waldtag an.

Regelraum:
In unserem Regelraum haben die Kinder die Möglichkeit, ihre feinmotorischen und kognitiven Fähigkeiten zu schulen, künstlerisch zu gestalten, Kreativität und Phantasie zu entwickeln, Ästhetik zu bilden, z.B. durch purzeln, malen , Tischspiele, kneten, stecken, basteln, fädeln, tuschen etc.

Dafür stehen den Kindern vielfältige Materialien zur Verfügung, z.B.:
– Wasser – und Fingerfarben
– Holzbuntstifte, Wachs – und Fasermalstifte
– Naturmaterialien wie z.B. Federn, Muscheln, Korken, Tannenzapfen u.a.
– Scheren
– Unterschiedliches Papier
– eine Tafel mit Kreide
Die Materialien sind so untergebracht, dass sie einen Aufforderungscharakter haben und die Kinder zu einem kreativen Umgang animieren.

Hier finden auch die Mahlzeiten und die Vorschularbeit statt.

Rollenspiel – / Ruheraum
Rollenspiele sind für Kinder sehr wichtig. Das Kind setzt sich spielerisch mit der Welt der Erwachsenen auseinander. Berufe und / oder Aufgaben werden nicht selten nachgespielt.
Kinder erleben und erlernen Empathie, sich in Andere hinein zu fühlen. Sie erleben dadurch verschiedene Sichtweisen verschiedenster Rollen, wie z.B. Arzt, ein Elternteil oder ein Tier. Kinder leben in dieser Zeit in einer anderen Welt.
Im Rollenspiel lernt das Kind, Regeln zu setzen und auch einzuhalten. Im Spiel fällt es leichter, beispielsweiseaufzuräumen, zu teilen oder Essen zuzubereiten.
Die Kinder lernen, sich untereinander abzusprechen und gemeinsame Entscheidungen zu treffen. So wird auch das Sozialverhalten geübt. Das Kind lernt sich selbst, seine Gefühle und die Gefühle der Anderen zu schätzen und entwickelt zunehmend ein Bewusstsein für eigene Emotionen. Oft werden im Rollenspiel auch Konflikte, Ängste und Erlebnisse verarbeitet.

Je nach Bedürfnissen und Interessen der einzelnen Kinder, besteht die Möglichkeit, durch das Zuziehen eines raumteilenden Vorhangs, sich in die Ruheecke zurückzuziehen, um sich auszuruhen oder zu spielen.

Nach dem Mittagessen wird der Raum zum Ruheraum. Eine riesengroße Matratze sowie verschiedene Kissen laden zum Ausruhen ein. Ebenso wie die körperliche Bewegung sind Entspannungs – und Ruhezeiten wichtig für die gesunde Entwicklung des Kindes. Das gemeinsame Entspannen im kindgerechten Ruhebereich, der den ganzen Tag für alle Kinder zugänglich ist, schafft hier einen Ausgleich, eröffnet neue Wahrnehmungserfahrungen und trägt zum geistigen und körperlichen Wohlbefinden der Kinder bei.
Gerade in Kitas ist eine multifunktionale Nutzbarkeit des Ruhebereiches sinnvoll.
Der Ruhebereich ist mit Kissen und Decken ausgestattet und soll eine kuschelige Atmosphäre ausstrahlen. Er bietet Gelegenheit zum Kuscheln, zum Betrachten von Bilderbüchern, zum Lauschen von Hörbüchern, in Phantasiereisen der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen oder als Erweiterung des Rollenspielbereiches.

3.3 Sport – / Bewegungsraum

In keiner Lebensphase spielt Bewegung eine solch große Rolle wie in der Kindheit. Vor allem die Kindergartenzeitstellt eine Zeitspanne dauerhafter motorischer Entwicklung dar, die durch einen stark ausgeprägten Bewegungs- und Betätigungsdrang gekennzeichnet ist. Vielseitige Bewegungserfahrungen sind elementare Voraussetzung für die Gesundheit, die ganzheitliche Entwicklung, die eigene Körpererfahrung und die kognitive und soziale Entwicklung. Eine ebenso große Rolle spielt Bewegung in der Hinsicht, dass Kinder sich durch sie die Welt erschließen.
Der Sport- und Bedwegungsraum unserer Kita ermöglicht den Kinder, jederzeit ihrem Bewegungsdrang nachgehen zu können. Dazu stehen ihnen vielfältige Materialien und Gegenstände zur Verfügung, die für sie freizugänglich sind und sie in ihrer Phantasie anregen und fördern. Vielseitige Bewegungsmöglichkeiten regen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich, den Bewegungs- und Spielmaterialien und der personalen und räumlichen Umwelt an. Neben der körperlichen und motorischen Entwicklung wird auf diese Weise ebenso die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung bzw. Kompetenz gefördert und ausgebildet.
Durch Bewegungserfahrungen lernen die Kinder ihren eigenen Körper kennen, entwickeln ein positives Selbstbild, setzen sich mit ihren körperlichen Fähigkeiten auseinander und lernen Risiken realistisch einzuschätzen. In gemeinsamen Bewegungsspielen lernen sie sich gegenseitig zu helfen, Rücksicht auf Andere zu nehmen, nachzugeben, aber sich auch mal durchzusetzen (sozial-emotionale Entwicklung). Des Weiteren lernen die Kinder Gefühle wie Freude, Erschöpfung und Ärger kennen und entwickeln Empathie.

Durch gezielte Angebote werden Fein- und Grobmotorik gefördert. Bewegungslandschaften fordern heraus, selbstgesetzte Grenzen zu überwinden, Neues kennenzulernen und dadurch seine Umwelt aktiv zu erforschen. Die PädagogInnen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie setzen Impulse und gezielt Angebote, indem sie Ideen und Bewegungsmuster der Kinder aufgreifen und kreativ mit Materialien umgehen. Des Weiteren sind sie Unterstützung und Herausforderung zugleich. Das heißt, dass sie die Kinder ermutigen, fördern, Sachen vormachen, selbst ausprobieren und durch aktives Handeln Möglichkeiten zur Nachahmung bieten.
Durch gut gesetzte Impulse und gut geplante Angebote werden Kindern unterschiedlichste Möglichkeiten und Bewegungserfahrungen geboten. Auf diese Weise wird eine ganzheitliche Entwicklung sichergestellt.

3.3.1 Schlafraum / Schlafkonzept

Der Sport- / Bewegungsraum verwandelt sich nach dem Mittagessen zum Schlafraum, der dann von der Bärengruppe genutzt wird. Bevor die Kleinsten schlafen gehen, sorgen wir für ein gesundes Raumklima und lüften.
Gesunder Schlaf ist für die Gesundheit des Kindes von ganz besonderer Wichtigkeit. Gerade bei den Kleinsten gilt: „Wie man sich bettet so schläft man“. Daher haben wir ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die Betten und die Schlafutensilien den Ansprüchen der Kleinen entsprechen. Jedes Kind hat sein eigenes Bettchen, das mit seinem Namen versehen ist und immer auf dem gleichen Platz steht.

Im Schlaf durchlebt das Kind die vielfältigen Eindrücke und Erlebnisse eines aufregenden Vormittags. Damit das Kind ausgeruht und gut gelaunt von den Eltern in Empfang genommen werden kann, ist eine Ruhephase von ca. 90 Minuten vorgesehen.
Rituale, wie Schlaflieder und Streicheleinheiten sowie für das Kind wichtige Schlafbegleiter (Schnuller, Kuscheltier, Kuscheldecke oder -windel von zuhause mitgebracht) erleichtern den Kindern das Einschlafen.
Die Einschlafphase wird stets von mindestens einer Erzieherin begleitet. Wenn alle Kinder schlafen, bleibt immer eine „Schlafwache“ in der Nähe der Kinder.

Neben festen Schlafzeiten, die nach dem Essen und Zähneputzen ist, gehen wir natürlich auch individuell auf die Bedürfnisse der Kleinen ein. Bei Bedarf legen wir sie auch zwischenzeitlich ins Bett.

Für die älteren Igelkinder (ab ca. 3 Jahren) bieten wir in den Igelräumen eine Ruhezeit an, die von einer Bezugserzieherin gestaltet wird. In der Zeit von 13:00 – 14:00 Uhr können sich die Kinder in die Kuschelecke zurückziehen und es werden Geschichten vorgelesen oder auch CD / MC angehört. Hier steht „das zur-Ruhe-kommen“ im Vordergrund und die Kinder, die nicht eingeschlafen sind, dürfen nach ca. einer halben Stunde aufstehen und sich leise beschäftigen. Wer eingeschlafen ist, wir gegen 14:00 Uhr geweckt.

4.0 Eingewöhnungskonzept

Wir messen der Eingewöhnungsphase der Kinder eine hohe Bedeutung bei und gestalten diese entsprechend sorgfältig. Dabei ist eine enge Kooperation und große Unterstützung durch die Eltern unerlässlich.

4.1 Das Ziel der Eingewöhnung

Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung besteht darin, während der Anwesenheit der Bezugsperson eine tragfähige Beziehung zwischen der Erzieherin und dem Kind aufzubauen. Diese Beziehung soll bindungsähnliche Eigenschaften haben und dem Kind Sicherheit bieten. Das Gefühl der Sicherheit durch eine gute Beziehung zur Erzieherin ist die Grundlage für gelingende Bildungsprozesse in der Kita und einen gesunden Start des Kindes in seinen neuen Lebensabschnitt.

Darüber hinaus soll das Kind selbstverständlich die Einrichtung mit all seinen Abläufen, Regeln, Ritualen, aber auch ihren Menschen und Räumen in aller Ruhe kennenlernen. Die Eingewöhnungszeit bietet so einen guten Einblick in die Kita, der eine gute Grundlage für die folgende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft legt.

(Das Berliner Eingewöhnungsmodell – Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung von Katja Braukanne & Janina Knobeloch)

4.2 Die Struktur des Berliner Eingewöhnungsmodells

Die Eingewöhnung wird charakterisiert durch:
1. Information der Eltern in Form eines Erstgespräches über die Beteiligung und die Bedeutung der
Eingewöhnung für die Eltern und das Kind
2. die Grundphase, in der die Eltern das Kind in die Kita begleiten
3. erste Trennungsversuche in Absprache mit der Erzieherin
4. Länge der Eingewöhnung
5. die Stabilisierungsphase
6 die Schlussphase

4.2.1 Rechtzeitige Information an die Eltern

Die Eltern werden über die Bedeutung und den Ablauf der Eingewöhnung frühzeitig informiert. In einem Erstgespräch wird ihnen der detaillierte Ablauf erklärt und die elterliche Rolle während der Begleitung des Kindes („sicherer Hafen“) erklärt.
Die Eltern sollen zwei bis vier Wochen für die Eingewöhnung einplanen und keinen (Kurz-)Urlaub oder besondere Belastungssituationen (Umzug, Geburt eines Geschwisterkindes) in diese Zeit legen.

4.2.2 Die dreitägige Grundphase

Die Bezugsperson sollte sich mit dem Kind für ein bis zwei Stunden in der Einrichtung aufhalten. Dabei verhält sie sich passiv, aber aufmerksam gegenüber den Signalen des Kindes. Sie ist für das Kind der „sichere Hafen“, d.h. sie folgt dem Kind nicht, ist aber immer gut erreichbar und aufmerksam (Zeitung lesen und das Spielen mit den anderen Kindern ist hier sehr kontraproduktiv). Die Erzieherin versucht vorsichtig über Spielangebote Kontakt zum Kind aufzubauen. Es finden keine Trennungsversuche statt. Die Pflegeroutine vollzieht die Bezugsperson.

Gut zu wissen …

Für junge Kinder ist der Geruchsinn besonders wichtig. Bei Säuglingen ist der Geruchssinn sehr gut ausgeprägt und stellt einen intensiven Zugang zur Welt dar. Ein Gegenstand, der nach Mama oder Papa duftet, hilft dem Kind bei seiner Eingewöhnung, insbesondere bei den ersten Schlafversuchen. Da hilft ganz besonders ein getragenes T-Shirt oder ein Schnuffeltuch.

4.2.3 Der erste Trennungsversuch

Etwa am vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Gruppenraum, nachdem sich das Kind verabschiedet hat. Lässt sich das Kind schnell von der Erzieherin beruhigen oder ist es eher gleichgültig, sollte die erste Trennungsperiode 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen verstört oder beginnt es zu weinen, ohne sich schnell trösten zu lassen, sollte die Trennung nicht länger als 2 bis 3 Minuten betragen. Das kindliche Verhalten in dieser Situation hat erfahrungsgemäß einen gewissen Voraussagewert für den Verlauf der Eingewöhnung.

4.2.4 Die Länge der Eingewöhnung

Sicher gebundene Kinder (häufiger Blickkontakt zur Bezugsperson, heftiges Weinen beim Verlassen-werden und offene Annäherung / Körperkontakt bei Wiederkehr der Bezugsperson) brauchen eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen.
Unsicher gebundene Kinder (je nach Bindungstyp eher gleichgültig bei der Trennung und der Wiederkehr der Bezugsperson oder große Erregung bei der Trennung, aber ambivalentes Verhalten bei der Wiederkehr) benötigen eher eine kürzere Eingewöhnungszeit von ca. ein bis eineinhalb Wochen.

4.2.5 Die Stabilisierungsphase

Die Erzieherin bietet sich als Spielpartnerin an und reagiert auf die Signale des Kindes. Die Stabilisierungsphase beginnt ca. mit dem fünften Tag. Die Erzieherin übernimmt zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die Versorgung des Kindes (Wickeln, Füttern). Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes, täglich verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, sollte bis zur nächsten Woche gewartet werden. Es wird jedoch nie an einem Montag mit einem neuen Schritt begonnen.
Mit dem Schlafen wird erst begonnen, wenn das Kind eingewöhnt ist.
Ein Zeichen dafür, dass die Eingewöhnung abgeschlossen ist, ist die Tatsache, dass sich das Kind in der Trennungssituation von der Erzieherin trösten lässt und in der Zeit ohne Bezugsperson neugierig und aktiv an der Umgebung, den Materialien und den Personen interessiert ist.

4.2.6 Schlussphase

Die Bezugsperson ist in Notfällen immer erreichbar. In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend.

5.0 Grundlagen der pädagogischen Arbeit

5.1 Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags

Wir arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm. Warum?
Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung von Anfang an. Nie wieder lernt ein Mensch so viel und so schnell wie in den ersten Lebensjahren. Als Eltern haben sie die Bildungsprozesse von Geburt an unterstützt und begleitet. Sobald das Kind in der Kita ist, fördern auch die pädagogischen Fachkräfte seine Entwicklung. Dabei knüpfen sie an dem an, was das Kind schon weiß und kann. Beide, sie als Eltern und die ErzieherInnen in der Kita, wollen das Kind optimal fördern, um ihm möglichst gute Startchancen für seinen Bildungsweg zu eröffnen.
Das Berliner Bildungsprogramm (BBP) betrachtet frühkindliche Bildungsprozesse aus verschiedenen Blickwinkeln. Es berücksichtigt die grundlegenden Motivationen von Kindern und fokussiert auf sieben maßgebliche Bildungs- und Entwicklungsfelder.
Zur pädagogischen Arbeit in diesen Bereichen werden Impulse und Hilfestellungen für einen förderlichen Umgang mit den Kindern gegeben. Eine individuelle Bildungswelt der Kinder entsteht durch die Verbindung dieser Entwicklungsbereiche und die dadurch entstehenden, unterschiedlichen Lernanreize.

Die Bildungs- und Entwicklungsbereiche sind:
– Körper, Bewegung, Gesundheit
– Soziale und kulturelle Umwelt
– Kommunikation, Sprache, Schriftkultur und Medien
– Bildnerisches Gestalten
– Musik
– Mathematische Grunderfahrungen
– Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

5.2 Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

Wir betrachten und akzeptieren das Kind als eigenständige und individuelle Persönlichkeit und erkennen das Kind als „Akteur seiner Entwicklung“ an.

In unsere Arbeit fließen verschiedene pädagogische Ansätze mit ein:
– Situationsorientierter Planungsansatz
– Naturpädagogik
– Bewegung
– Integration

5.3 Beobachten und Dokumentieren

Portfolios sind eine Sammlung von „mit Geschick gemachten Arbeiten“ einer Person, die das Produkt (Lernergebnis) und den Prozess (Lernpfad) der Kompetenzentwicklung in einer bestimmten Zeitspanne und für bestimmte Zwecke dokumentiert und veranschaulicht (Salzburg Research, 2006).
In unsere pädagogische Arbeit fließt das Portfolio fest mit ein.
Wir führen von jedem Kind einen Ordner sowie das Sprachlerntagebuch. Beides dient dazu, den Entwicklungsstand bzw. den Sprachstand der Kinder genau festzustellen und zu dokumentieren, um die Lern- bzw. Sprachfortschritte der einzelnen Kinder besser erfassen und veranschaulichen zu können. Die Erstellung dieser beiden Instrumente erweist sich im Kita-Alltag als wertvolle Dokumentations- und Reflexionshilfe. Sehr liebevoll werden die Dokumentationen gestaltet und begleiten das Kind während der gesamten Kindergartenzeit.
Der Ordner beinhaltet Fotos mit kurzen, prägnanten Aussagen über die Situation oder dem neu erlernten Entwicklungsschritt (Kind lernt laufen, mit der Gabel essen, spricht neue Wörter etc.), aber auch angefertigte Kunstwerke, Projekte usw.
Ein großes Augenmerk wird auf die Eingewöhnung gelegt. Sie wird detailliert beschrieben und mit Fotos unterlegt. Beim Wechsel in die Igel-Gruppe nimmt das Kind sein erstes Portfolio mit nach Hause.
Das Sprachlerntagebuch dient dazu, die Sprachentwicklung intensiv zu beobachten und zu dokumentieren, um das Kind gezielt fördern zu können. Es wird es während der gesamten Zeit begleiten und sich im Laufe der Zeit mit Eintragungen füllen. Das Kind wird selbst auch Beiträge leisten, indem es z.B. Bilder, Collagen oder Fotos hinzufügt oder selbst etwas in das Buch „schreibt“. Diese Eintragungen helfen, zu erkennen, welche sprachlichen Entwicklungsfortschritte das Kind macht und wie die weitere Förderung aussehen muss, damit das Kind gut auf die Schule vorbereitet wird.

5.4 Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind:

– dass die Kinder sich wohlfühlen und den sicheren, geborgenen Rahmen bekommen, der ihr Lebensalter
erfordert
– dass die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang ausleben können, Kind sein dürfen
– dass die Sprachentwicklung hier in voller Vielfalt ausgelebt werden kann
– dass Kinder darin unterstützt werden, mit Kreativität eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen
– dass der Ausdruck von Gefühlen wie Wut, Traurigkeit und Freude unterstützt und gefördert wird
– dass es uns ein wichtiges Anliegen ist, die Gemeinschaft in kleinen Gruppen sowie in der Großgruppe, im
Alltag, bei Festen mit und ohne Eltern zu fördern
– dass sie Nein sagen dürfen

Der Nutzen unserer pädagogischen Arbeit liegt in einer „echten Partizipation“ zwischen allen, die an der Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes beteiligt sind.

Dadurch wird in unserer Einrichtung eine ganzheitliche Entwicklung gesichert.

5.4.1 Selbstständigkeit

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ (Maria Montessori)

Ein weiteres wichtiges Ziel unserer Arbeit ist die Erziehung zur Selbstständigkeit. Kinder sollen in der Entwicklung ihrer Selbstständigkeit gefördert und unterstützt werden.

– Selbstständigkeit führt zu Selbstbewusstsein
– Selbstbewusstsein führt zu Sicherheit
– Sicherheit führt zu Stärke und zur eigenen individuellen Persönlichkeit

Dies geschieht im Kindergartenalltag, indem wir:
– das Selbstvertrauen der Kinder stärken
– ihre Eigeninitiative stärken
– die Freiheit bieten, selbstbestimmt und eigenverantwortlich aktiv zu werden
– eigene Entscheidungen zu treffen
– Kindern Aufgaben übertragen
– Kindern Etwas zutrauen
– sie durch Zuwendung, Aufmerksamkeit und Lob positiv bestärken

5.4.2 Sozialerziehung

Im Kindergarten machen die Kinder unterschiedlichste, soziale Erfahrungen. Sie verlassen ihre gewohnte Umgebung, kommen in ein fremdes Haus mit fremden Erwachsenen und fremden Kindern. Sie müssen Vertrauen zu einer neuen Bezugsperson aufbauen, die auch für andere Kinder da ist. Sie sollen Beziehungen zu anderen Kindern entwickeln und Gemeinschaft in der Gruppe erleben.
Das bedeutet für das Kind:

– sich in der Gruppe zu recht zu finden und wohlzufühlen
– Beziehungen aufbauen und aktiv mitzugestalten

Ein Kind lernt seinem Alter entsprechend die ersten Züge von:

– Gefühle und Bedürfnisse anderer zu achten, aber auch seien eigenen Bedürfnisse und Interessen in
seiner eigenen Form auszudrücken
– Rücksicht auf die anderen Kinder zu nehmen – der Freiraum der Kinder endet da, wo Andere beeinträchtigt
werden
– Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen
– kritikfähig zu werden
– Anderen zu helfen
– allgemeine Regeln anzuerkennen und diese einzuhalten

5.4.2.1 Partizipation und Beteiligung der Kinder

Kinder verbringen eine großen Teil ihres Tages in der Kindertagesstätte. Uns ist es wichtig, den Alltag und das Zusammenleben gemeinsam mit den Kindern zu gestalten. Partizipation (Teilhabe) basiert auf Demokratie, deren drei Grundwerte Freiheit, Gleichberechtigung und Solidarität sind. Partizipation ist ein wesentliches Element demokratischer Lebensweise und bedeutet für uns, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einzubeziehen und sie an Vielem, was das alltägliche Zusammenleben betrifft zu beteiligen. Kinder teilhaben zu lassen, bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen. Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen.

Partizipation findet ihre Grenzen dort, wo das körperliche oder seelische Wohl des Kindes gefährdet wird.

Partizipation als fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit setzt eine bestimmte Haltung / Einstellung der ErzieherInnen Kindern gegenüber voraus. Wir sehen Kinder als kompetente, kleine Menschen, die in der Lage sind, ihren Alltag eigenständig zu gestalten. Wir trauen Kindern Etwas zu, nehmen sie ernst und begegnen Ihnen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung.

Was tun wir dafür, dass Partizipation in unserer Kita gelingt?
– Wir machen Demokratie für Kinder erleb- und begreifbar.
Kinder lernen anderen Menschen nur mit Achtung, Respekt und Wertschätzung zu begegnen, wenn sie dies
selbst erfahren. Wir versuchen, mit unserem Handeln den Kindern ein Vorbild zu sein.
– Wir ermöglichen den Kindern die Erfahrung, dass sie ihre Meinung frei äußern können und dass ihre Meinung
wichtig ist.
Entscheidungen, z.B. ob und was im Morgenkreis gespielt wird, treffen wir gemeinsam. Bei Abstimmungen zählt
jede Stimme gleich viel.
– Wir fordern die Kompetenz der Kinder heraus.
Um sich „einmischen“ zu können, müssen Kinder eine Vorstellung davon entwickeln können, was gut für sie ist
und sie müssen in der Lage sein, ihr Umfeld kritisch zu betrachten.
– Wir ermutigen die Kinder, ihre Bedürfnisse in Worte zu fassen, z.B. indem wir den Kindern Fragen stellen.
– Wir lassen die Kinder Handlungsmöglichkeiten erproben, nach eigenen Lösungen zu suchen und begleiten und
unterstützen sie dabei.
– Wir finden altersgerechte Beteiligungsformen (Morgenkreis, Abstimmungen etc.)
– Wir nehmen Kinder ernst.
– Wir gehen auf Vorschläge / Ideen der Kinder ein, indem wir gemeinsam mit ihnen realisieren oder gemeinsam
erforschen, warum sich ein Vorschlag nicht umsetzen lässt.
– Wir nehmen Kindern Lösungswege nicht vorweg oder legen sie ihnen in den Mund, sondern wir begleiten und
unterstützen sie auf ihrem Weg der Lösungssuche.
– Wir geben Kindern die Möglichkeit, eigenständig Beschlüsse zu fassen und die positiven und negativen Folgen
ihrer Entscheidung zu erleben. Später reflektieren wir gemeinsam die Entscheidung und ihre Folgen.

Warum ist Partizipation wichtig?
Indem Kinder ernst genommen werden, diskutieren, Entscheidungen treffen, Vorschläge machen, Kompromisse erarbeiten etc., lernen sie viel und machen zahlreiche Erfahrungen:
– sie lernen, Bedürfnisse in Worte zu fassen
– sie stärken ihr Selbstbewusstsein
– sie lernen Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung kennen
– sie lernen, Verantwortung zu tragen (für ihre Entscheidungen und ihre Folgen)
– sie lernen, andere Meinungen, Standpunkte zu tolerieren und Kompromisse einzugehen
– sie erfahren, dass Engagement etwas bewirken kann
– sie lernen, sich mit ihrer Umwelt kritisch auseinander zu setzen
– sie lernen, Anderen zuzuhören und Andere aussprechen zu lassen

5.4.3 Regeln und Grenzen

Die Einrichtung ist ein Lebens- und Erfahrungsraum für Kinder, die wie jede soziale Gruppe Regeln des Zusammenlebens braucht, um insbesondere für Kinder ein erster Erfahrungsraum für Orientierung und Struktur zu sein.
Regeln sollen Kinder in ihrem Handeln nicht einschränken, sondern einen verlässlichen Rahmen bieten, in dem sie sich frei erleben und bewegen können. Sie sollen auch Kindern helfen, sich besser in den Gruppenalltag einzufinden und dem Kind ein Gefühl von Sicherheit geben. Kinder lernen Verantwortung für ihre eigenen, wie auch kindergarteneigene Spielsachen zu übernehmen. Sie erleben, dass das nicht Einhalten von Regeln das Zusammenleben erschwert und mühsam macht..

Regeln in unserem Alltag sind z.B.:
– nach dem Spiel aufräumen
– sorgsamer Umgang mit dem Material
– wir teilen die vorhandenen Spielsachen
– Hauen und Beißen ist grundsätzlich verboten
– Hände waschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen

Wir vermitteln:
– höfliche Umgangsformen wie Bitte und Danke, Hallo und Aufwiedersehen sagen
(soweit es die Sprachentwicklung zulässt)

5.4.4 Mathematisch-naturwissenschaftliche Grunderfahrung

Eine zentrale Bedeutung in der heutigen Wissensgesellschaft erlangt die mathematische Bildung. Ohne mathematisches Grundverständnis ist später ein Zurechtkommen im Alltag schier unmöglich. Durch das Auseinandersetzen mit mathematischen Inhalten und Gesetzmäßigkeiten machen die Kinder Erfahrungen von Beständigkeit, Verlässlichkeit, Struktur und Wiederholbarkeit.
Im Kita-Alltag finden sich zahlreiche Anlässe zum zählen, unter anderem beim Tischdecken, im Morgenkreis werden die anwesenden Kinder gezählt, es werden die Tage bis zu einem besonderen Ereignis gezählt. Die Kinder erleben in der Adventszeit, dass jede Woche eine Kerze hinzukommt, wie auch bei Geburtstagen für jedes Lebensjahr eine Kerze brennt. Beim Backen / Kochen wird abgemessen und gewogen, wieviel Zutaten für ein Rezept benötigt wird. Wir nennen Maß- und Mengenbegriffe (Gramm, Kilo, Liter etc.).
Die Kinder werden so mit den Begriffen vertraut, entwickeln eine Vorstellung dazu und lernen konkret Mengen mit Zahlen zu verbinden.

Das tägliche Aufräumen beinhaltet nicht nur, sich zu merken, wo jedes Teil seinen Platz hat, sondern auch das Sortieren der Spielzeuge und Materialien nach Form, Farbe, Größe und Länge. Im Tagesablauf vermitteln wir den Kindern Begriffe für Reihenfolgen, wie z.B. nach dem Morgenkreis finden Impulse statt. Wir räumen zuerst auf, dann gehen wir zum Frühstück. Beim Turnen lernt das Kind, wann es als erstes, zweites, drittes über die Bank balancieren kann etc. Im Spiel mit Bauklötzen, aber auch in vielfältigen Kreativangeboten lernen die Kinder das Betätigen von Reihenbildern in eigener, experimenteller Betätigung. Kinder begegnen Zahlen in besonderen Zusammenhängen, unter anderem im Morgenkreis (Lieder, Reime, Fingerspiele, Bewegungsspiele) und bei Märchenerzählungen.

Kinder, die in ihrer Kindergartenzeit mit allen Sinnen spielerisch mit mathematischen Inhalten experimentieren können, entwickeln einen freudigen, kreativen Umgang mit Mathematik für die spätere Schulzeit. Dieser von Anfang an positive Bezug ist für spätere Lernprozesse in der Schule von entscheidender Bedeutung, denn mathematisches Denken ist eine zu erlernende Art und Weise, zu denken.

5.5 Musikalische Erziehung

Musik ist ein Ur-Erlebnis und Ur-Ausdruck des Menschen. Musik wirkt sich auf Verhalten und Empfinden auch eines kleinen Kindes aus. Hören lernen und damit Musik erleben, steht in unmittelbarer Verbindung mit der Gesamtentwicklung eines Menschen. Lieder sollen keine fertigen Verbrauchsprodukte sein, sie sollen die Phantasie anregen und zu eigenen Gestaltungsversuchen animieren.
(Quelle: Die schönsten und beliebtesten Kinderlieder, Comoran Verlag)

Unsere Schwerpunkte:
– Traditionelle Kinderlieder
– Lieder zu Festen und Jahreszeiten
– Fingerspiele
– Spaßlieder
– Bewegungslieder
– Instrumente kennenlernen und ausprobieren
– Klanggeschichten
– Rhythmusgefühl fördern
– Spaß am Musizieren und Singen haben
– Tonträger zur freien Verfügung (dem Alter entsprechend)

5.6 Sprachförderung

Das Kind hat hundert Sprachen (Loris Malaguzzi)

In der sprachanregenden Umgebung, die der Kindergarten bietet, können die Kinder vielfältige Erfahrungen erwerben, denn Sprache passiert den ganzen Tag.

– im Morgenkreis
– bei Finger- und Kreisspielen
– bei altersgerechten Bilder- und Sachbüchern
– beim Geschichten oder Märchen vorlesen
– im Rollenspiel-
– beim Essen
– beim Kommen und Gehen
– beim Zuhören
– beim Fragen stellen und beim Antworten suchen
– beim Erklären
– und Vielem mehr

Sprache ist Teil unseres Lebens, wir reden den ganzen Tag. Je mehr man ein Kind zum aktiven Sprechen auffordert und es auch herausfordert wird, umso größer wird der Sprachschatz sein.

5.7 Körpererfahrung und Körperbewusstsein (Sexualerziehung)

Bei Sexualität denken viele Menschen zunächst nur an Erwachsene und Jugendliche, nicht aber an Kinder und Säuglinge. Sexualität ist Lebensenergie, ein menschliches Grundbedürfnis. Sie ist der Wunsch nach körperlicher – seelischer Lust, Wohlbefinden, Erotik, Leidenschaft und Zärtlichkeit. Sie verändert sich im Laufe eines Lebens. Die sexuelle Entwicklung ist ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung.

Sexualität wird meist mit Sex gleichgesetzt, wobei sich kindliche Sexualität von der Erwachsenensexualität unterscheidet.

Kinder brauchen für ihre sexuelle Entwicklung pädagogische Begleitung, wie in anderen Entwicklungsbereichen auch. Kinder sollen unbelastet von sexuellen Gefühlen, Gedanken und Handlungen heranwachsen. Kinder erleben die Sinneswahrnehmungen ihres ganzen Körpers als lustvoll und unterscheiden nicht zwischen Zärtlichkeit. Das bedeutet, dass viele Formen der kindlichen Sexualität den Erwachsenen gar nicht auffallen, weil sie nicht wissen, dass es sich um Sexualität handelt. Kindliche Sexualität konzentriert sich nicht auf die Geschlechtsteile, bezieht sie aber mit ein. Schon Neugeborene berühren ihre genitalien und erleben dabei angenehme Gefühle.

Selbsterkundungen des Körpers und Masturbation finden in der gesamten Kindheit statt und dienen dem Ausprobieren und Kennenlernen des eigenen Körpers.
Es ist wichtig, den Körpererfahrungen einen breiten Raum im Alltag zu geben, sexuelle Aktivitäten nicht zu tabuisieren, zu verbieten oder gar zu bestrafen, aber darauf zu achten, dass sich die kindliche Sexualität ohne Gewalt und Grenzverletzung durch andere Kinder oder Erwachsene entwickeln kann.
Kinder haben keinen festen „Sexualpartner“, sondern richten ihr Interesse auf die Menschen, die mit ihnen leben und die ihnen Nahe sind. Das können andere Kinder sein, aber auch Erwachsene, die mit ihnen kuscheln und schmusen. Deshalb bieten wir in unserer Kita einen geschützten Rahmen, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse zu erfahren, wie z.B. körperliche Nähe, Schmusen, Vertrauen, Geborgenheit, Erkunden des eigenen und des anderen Geschlechtes.

Ziele:
Unser Ziel ist es, die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich zu fördern und zu stärken. dazu gehört:
– Körperwahrnehmung
– Gefühle wahrnehmen und richtig einordnen zu können
– Nein sagen
– eigene Grenzen erkennen und Regeln akzeptieren
– Respekt und Wertschätzung von sich und anderen erfahren und erlangen.

Wie setzen wir die Ziele um:
– die Kinder dürfen sich in Kuschelecken sowie in Toiletten zurückziehen, um sich gegenseitig zu betrachten,
anzufassen und Körpergefühle auszuprobieren, wenn es auf gegenseitigem Einvernehmen beruht
– wir erarbeiten gemeinsam mit den Kindern Regeln und Grenzen
– Fragen der Kinder werden von uns aufmerksam aufgenommen, ernst genommen und beantwortet
– in Gesprächen benutzen wir Bezeichnungen wie Penis, Vagina und Scheide

Sie dürfen:
– nackt sein und sich gegenseitig betrachten, sich anfassen, Zärtlichkeiten austauschen, sich küssen
– sie dürfen sich allein zurückziehen, sich selbstbefriedigen
– beim Wickeln dürfen sich die Kinder selbst berühren, dabei wird die Schamgrenze des Kindes aktiv
gewahrt
– sie dürfen in Rollenspielen Erwachsenensexualität nachspielen
– die Erzieherin ist immer in unmittelbarer Nähe des Geschehens
-generell werden die individuellen Schamgrenzen der Kinder und ErzieherInnen respektiert.

Unter anderem:
– darf Nichts in Körperöffnungen gesteckt werden
– muss Freiwilligkeit gegeben sein
– die Privatsphäre gegeben sein
– dürfen anderen Kindern keine Schmerzen zugefügt werden
– Themen werden mit den Kindern aufgearbeitet und besprochen
– Fragen der Eltern werden ernst genommen und beantwortet.

5.7.1 Bewegungserziehung

Die Kinder können sich jeden Tag in unserem Bewegungsraum und in den Sportstunden, mit verschiedenen Schwerpunkten oder Bewegungslandschaften und mit freier Nutzungsmöglichkeit, ausprobieren.
Spiel- und Bewegungsanregungen gehen bei Kindern meistens von Geräten und Objekten aus.
Wir haben eine Vielzahl an Klein- und Rhythmik-Geräten angeschafft, wie Gymnastikbälle, Rhythmik-Tücher, Sandsäckchen, Rollbretter, Hulahupp-Reifen, Balance-Igel, Schwungtuch, Turnmatten, verschiedene Bälle in allen Größen und vieles mehr.

Die Sportstunden sind unterschiedlich aufgebaut.
Es beginnt mit einem Bewegungsspiel, danach folgen entweder geplante und gezielte Bewegungsangebote oder offene Bewegungsangebote mit dem Fachpädagogen oder der Bewegungslandschaft.

5.8 Umweltbildung

Die Welt, in der wir leben,
ist die einzige Welt, die wir besitzen,
deshalb ist es sehr wichtig, dass jeder einzelnen lernt,
Verantwortung dafür zu übernehmen.

Umweltbildung heißt für uns ein erster Kontakt mit der Natur, dem Wald, den Wiesen und anderen Lebensräumen, aber auch Umweltbewusstsein vermitteln und dieses Kinder im Alltag leben und erfahren zu lassen. Die Kinder sollen von der Natur und über die Natur lernen.

Schwerpunkte sind:
– einmal im Monat ein Wald-Tag (Igel-Gruppe)
– Natur erleben
– Fauna und Flora zu achten und pfleglich mit ihnen umzugehen
– Artenkenntnis
– Naturprozesse und Artenvielfalt entdecken
– Erfahrungen von Kreisläufen in der Natur machen
– Schauen und Lauschen auf das Kleine, Leise und Unsichtbare
– Respekt vor Natur und Umwelt vermitteln
– vernünftigen Umgang mit natürlichen Ressourcen lernen
– sparsamer Gebrauch von Licht und Wasser
– Müll sortieren und Abfall vermeiden
– Kennenlernen der vier Elemente
– Wetter erleben und dokumentieren

Möglichkeiten für Naturbegegnungen sind unter anderem unsere Wald-Tage, Besuche der Gartenkolonie, Spaziergänge, Garten- und Pflanzenpflege, Blumen und Blumenzwiebeln pflanzen, künstlerisches Gestalten mit Naturmaterialien, Zoo-Besuche etc.

5.9 Gesundheitserziehung

Wir vermitteln unseren Kindern ein Bewusstsein für Sauberkeit und Gesundheit. Dabei ist eine ständige Vorbildwirkung natürlich von höchster Wichtigkeit!

Zur Gesundheitserziehung gehören u. a.:
– das selbstständige „Naseputzen
– das „Händewaschen“ z.B. nach dem Toilettengang und vor bzw. nach den Mahlzeiten
– den Arm vor das Gesicht halten, wenn man niesen oder husten muss.

Täglich, nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen, putzen wir mit den Kindern die Zähne. Dabei achten wir auf eine, dem Alter entsprechende, Handhabung von Zahnbürste und Zahnpasta und vermitteln Zahnputztechniken. Zweimal im Jahr kommt zudem „Kroko“ vom zahnärztlichen Dienst.

Das „Trockenwerden“ beginnt meist zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr. Diese wichtige, sensible Phase im Leben eines Kindes gestalten wir ganz individuell in Absprache mit den Eltern.

Im Vordergrund steht eine stets zwanglose Sauberkeitserziehung. Hierbei orientieren wir uns immer an den Bedürfnissen des Kindes und dessen Entwicklungsstand.

5.9.1 Ernährung

Bei uns wird noch selbst gekocht, allerdings nicht halal. Unser Koch achtet dabei auf eine gesunde, ausgewogene und vollwertige Ernährung.
Jeden Tag beginnen die Kinder mit einem gesunden, abwechslungsreichen Frühstück mit viel Obst und / oder Gemüse. Dazu reichen wir Tee und Wasser, einmal in der Woche Milch und Kakao. Zusätzlich gibt es einmal in der Woche Eier, Croissants, Brezeln und süße Brotaufstriche.
Die so gestaltete Frühstückssituation soll dazu betragen, dass beim Essen die Beachtung eigener Bedürfnisse und selbstständige Entscheidung für die Kinder erlebbar werden.

Das Mittagessen bereitet unser Koch, Kolja C., in unsere Kita-Küche zu.
Es gibt zwei Essenszeiten:
– 11:20 Uhr die Bären-Gruppe
– 12:30 Uhr die Igel-Gruppe

Am Nachmittag bieten wir den Kindern einen leichten Nachmittagssnack (Vesper) mit Brot, Obst und / oder Gemüse an. Hin und wieder gibt es Kuchen, Kekse oder Waffeln.

Rituale, die den Kindern Orientierung geben und bei der Vermittlung von Werten oder Esskultur hilfreich sind, z.B. Tischspruch und guten Appetit wünschen, gemeinsam beginnen, sitzen bleiben und nicht mit dem Essen weglaufen, werden täglich zelebriert.

Die Kinder haben täglichen Kontakt zum Koch und äußern Wünsche, die umgesetzt werden. Es gibt einen Speisenplan für die Eltern zum Nachschauen und einen Bilder-Kinderspeisenplan.

5.10 Interkulturelle Erziehung

Kinder sind Bewohner dieser Welt.
In unserer Kita sind alle Kinder willkommen.

Multikulturell ist nichts Ungewöhnliches mehr in unserer Gesellschaft un d gehört zum normalen Alltag Dadurch entstehen vielfältige Möglichkeiten, unterschiedliche Kulturen kennenzulernen.
Die kulturellen Eigenheiten der Familien werden über geeignete Angebote der Eltern in der Kita als kleinere Projekte oder Feste zusammen mit dem Team angeboten. Es geht dabei nicht darum, die Kinder in der Muttersprache zu erziehen, sondern den Eltern eine missverständnisfreie- und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Interkulturelle Erziehung wird bei uns u.a. folgendermaßen gelebt:
– Kinder lernen verschiedene Kulturen und Sprachen, vorzüglich jene, die in unserer Einrichtung
vorkommen, kennen
– Vermittlung der deutschen Sprache durch gezielte Förderung
– jedem Kind wird die gleiche Wertschätzung entgegen gebracht
– Einbeziehung bei Festen und Feiern
Andere Kulturen sehen wir als Bereicherung an!!

5.10.1 Religiöse Erziehung

Wir bieten keine religiöse Erziehung an, respektieren jedoch jede Religion, soweit sich diese im Rahmen des Grundgesetzes bewegt.
In der Kita werden religiöse Feste gefeiert (Weihnachten und Ostern).

5.11 Integration / Förderung

Unsere Einrichtung ist ein Ort, an dem Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt werden. Kinder mit Behinderungen erhalten, je nach Ausprägung und Grad ihrer Bedürfnisse, eine gesonderte Unterstützung im Alltag, die besonders darauf gerichtet ist und ihnen hilft, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. Sind spezielle Förderangebote durch unsere FacherzieherInnen Franziska K. und Bärbel F. notwendig, so werden diese so gestaltet, dass auch Kinder ohne Behinderung mit einbezogen werden (Inclusion). Kinder mit und Ohne Behinderung haben einen unterschiedlichen Entwicklungsstand und unterschiedliche Fähigkeiten. Deshalb werden Angebote so gestaltet, dass alle Kinder, die wollen, mitmachen können.
Ein- bis zweimal pro Woche wird Psychomotorik angeboten.

5.11.1 Psychomotorik

Was ist Psychomotorik?
Die Persönlichkeitsentwicklung und der Ausbau der Handlungsperspektiven sind Ziel einer psychomotorischen Förderung.
Die Psychomotorik fördert die sensorischen, motorischen und geistigen Fähigkeiten und sozial-emotionales Verhalten. Bewegung kann als Medium, mit dem gearbeitet wird, verstanden werden. Wobei hier mit Bewegung die geistige, soziale und körperliche Bewegung gemeint ist, die in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. Bewegung steht im Mittelpunkt und ist trotzdem nur ein Teilaspekt. Das gesamte KInd ist im Geschehen involviert und angesprochen. Das Kind ist der Handelnde, im ständigen Austausch mit seiner Umwelt. Durch seine Handlungen eignet es sich Neues an, es lernt durch sein Handeln. Es schafft sich in seiner Entwicklung Kompetenzen an., die es ihm ermöglichen, aktiv, reagierend und kooperierend und in seinem Körper kompetent, wissend, spürend, fühlend und denkend zu sein.
Psychomotorische Förderung ist eine Möglichkeit, dass Kind in diesem Entwicklungsprozess zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern.

5.12 Tagesablauf

Bären
07:00 – 08:30 Uhr Bringezeit
08:30 – 09:00 Uhr Frühstück
anschl. Wickeln, Toilettengang, Händewaschen
09:15 – 11:20 Uhr Freispiel, Angebote, Garten, Spaziergang, Ausflüge
11:20 – 11:45 Uhr Mittagessen
anschl. Zähneputzen, Wickeln, Toilettengang, Händewaschen
12:30 – 14:00 Uhr Schlafzeit / Ruhezeit
14:30 – 15:00 Uhr Vesper
ab 15:00 Uhr Freispiel, Garten, Abholzeit

Igel
07:00 – 08:30 Uhr Bringezeit
08:30 – 09:00 Uhr Morgenkreis
09:00 – 09:30 Uhr Frühstück
anschl. Zähneputzen, Toilettengang, Händewaschen
09:45 – 12:30 Uhr Freispiel, Angebote, Vorschule, Garten, Spaziergänge, Ausflüge
12:30 – 13:00 Uhr Mittagessen
anschl. Zähneputzen, Toilettengang, Händewaschen
13:15 – 13:45 Uhr Ruhezeit
13:45 – 14:30 Uhr Freispiel, Angebote
14:30 – 15:00 Uhr Vesper
ab 15:00 Uhr Freispiel, Garten, Abholzeit

5.13 Freispiel

Kinder müssen zum Lernen nicht gezwungen werden, sondern ihr Forschungsdrang und ihre Lernmotivation werden gefördert und aufrecht erhalten, durch die Schaffung einer vielfältig anregenden Umgebung in unterschiedlichen Bildungsinseln, in denen die Kinder selbst entscheiden, wann sie was, mit gleich- oder andersaltrigen Spielpartnern, wie lange spielen. Auch im Umgang mit Materialien soll den Kindern größtmögliche Freiheit in der Verwendung, Gestaltung und Deutung zugestanden werden. Die Ideen der Kinder sind wertvoll und verdienen große Beachtung und Wertschätzung.
In diesem freien Spiel lernen Kinder effektiv. Ihre soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung wird gefördert. Sie erkunden die Umwelt, experimentieren, erwerben Wissen, praktizieren neu erworbene Fähigkeiten, erproben verschiedene Rollen, entwickeln Kreativität und Vorstellungskraft. Sie lernen neue Aufgaben.
Aufgabe der Erzieherin ist es, dass Freispiel zu begleiten.

5.14 Gezielte Beschäftigungen / Angebote

– Bilderbuchbetrachtung
– verschiedene Mal- und Basteltechniken
– Experimente
– situationsbezogene Projekte

Projekte sind zum einen Ideen, die von den Kindern kommen, und Beobachtungen, die die Erzieher bei den Kindern machen, aber auch Techniken und Fingerfertigkeiten, die die Kinder im Laufe ihrer Kita-Zeit erlernen sollen. Projekte richten sich auch nach Festen und Jahreszeiten.

5.15 Die Rolle der Erzieherin

Die ErzieherInnen schaffen eine Atmosphäre der Wärme, Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Wertschätzung und Anerkennung, die die Kinder brauchen, um sich in alldem selbst zu wagen, selbstständig zu werden und sich damit optimal zu entwickeln.

Die Aufgabe der Erzieherin ist es, durch Beobachtung der Kinder, deren Entwicklungsstand zu erschließen und gemeinsam mit ihnen eine dementsprechende, für alle Sinne anregende und herausfordernde Umgebung zu schaffen. Für die Erzieherin ist dies, neben der Beobachtung des freien Spiels der Kinder, eine Balance zwischen selbstständigem Lernen und Anregung der Lernprozesse zu finden. Diese, immer etwas über dem momentanen Entwicklungsniveau der Kinder liegenden Herausforderungen, regen den Erwerb der dazu erforderlichen Fähigkeiten an, ohne zu demotivieren, solange sie im Bereich des erfolgreich Lösbaren liegen.

6.0 Elternarbeit

6.1 Zusammenarbeit mit den Eltern

„Arbeit für und gemeinsam mit den Eltern zum Wohle des Kindes.“

Ganz im Sinne dieses Leitsatzes sehen wir unsere Elternarbeit. Ein gutes, vertrauensvolles Miteinander ist die Grundvoraussetzung, denn im Kindergartenalltag sind wir immer wieder auf die Mithilfe der Eltern angewiesen.
Elternmitarbeit und Austausch der Eltern untereinander ist für unsere Arbeit daher von besonderer Wichtigkeit. Eltern und Kindergarten sind gemeinsam für das Wohl des Kindes verantwortlich. Wir legen Wert auf eine ehrliche und vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Ein kontinuierlicher Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Kindergarten und Elternhaus ermöglicht uns eine ganzheitliche Förderung des Kindes. Gerne unterstützen wir Eltern in ihrer Erziehungsarbeit mit Anregungen, jedoch ohne sie zu bevormunden.

Praktizierte Formen der Elternarbeit:
– Aufnahmegespräche
– persönliche Gespräche nach Wunsch
– festgelegte Entwicklungsgespräche, einmal im Jahr (zum Geburtstag des Kindes) auf Grundlage unserer
Beobachtungen
– Tür- und Angelgespräche
– Gruppenelternabende
– Info-Elternabende
– gemeinsame Feste
– Elterncafe
– Oma-/Opa-Tag
– Hospitationen
– Elternbriefe und Info-Wand
– Hausbesuche (Einladungen der Kinder zum Frühstück)

6.2 Elternvertreter

Zu unserem großen Elternabend haben Eltern die Möglichkeit, Elternvertreter zu wählen.

6.3 Beschwerdemanagement

Mit der Beschwerde äußern Eltern ihre Unzufriedenheit, die aus der Differenz zwischen der erwarteten und der von der Tageseinrichtung erbrachten Leistung resultieren. Unsere Aufgabe des Umgangs mit Beschwerden ist es, die Belange ernst zu nehmen, den Beschwerden nachzugehen und diese möglichst abzustellen.

Eltern können sich mit ihren Beschwerden direkt an die ErzieherInnen oder die Leitung wenden. Ist hier keine Lösung zu finden, kann auch Hilfe bei dem Träger oder der Kita-Aufsicht gesucht werden. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, die Beschwerde schriftlich in den jederzeit zugänglichen „Lob und Tadel-Briefkasten“ zu werfen oder im Rahmen des Entwicklungsgespräches oder des Elternabends mitzuteilen.

Eltern erfahren durch ein professionelles Beschwerdemanagement seitens der Einrichtungsleitung konstruktives Feedback. Alle Beschwerden führen in der Regel zu Gesprächsterminen mit der Leitung und / oder der betroffenen ErzieherInnen. Hier ist ist Dokumentation und Information über die Bearbeitung der Beschwerde wichtig.

Die, aufgrund von Beschwerden, ergriffenen Maßnahmen dienen der Weiterentwicklung der Qualität in unserer Kindertagesstätte und dem Gelingen der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.

7.0 Team

7.1 Zusammenarbeit im Team

Wir sind ein Team aus vier Vollzeitkräften, die sehr eng zusammenarbeiten.
Der Geschäftsführer nimmt aktiv, mit viel Engagement, am Kita-Alltag teil.
Es findet an jedem Tag ein kurzer Austausch und alle vierzehn Tage eine Teamsitzung für das pädagogische Personal statt.

Inhalte der Teamsitzungen sind u.a.:
– Vorbereitungen von Projekten und Festen
– Reflexion des Gruppengeschehens
– Reflexion der pädagogischen Arbeit
– Fallbesprechungen
– Elterngespräche vorbereiten
– Informationsaustausch nach Fortbildungen

Einmal im Monat findet eine Dienstbesprechung für alle Mitarbeiter statt, an der auch der Koch und der Geschäftsführer teilnehmen.

Inhalte dieser Dienstbesprechungen sind u.a.:
– Speisenplan
– Sauberkeit
– Sicherheit und Brandschutz
– Kita-Reise, Kita-Ausflug
– Finanzen
– Projekte und Feste

Durch eine so enge Zusammenarbeit, ist es uns möglich, die individuellen Fähigkeiten aller Mitarbeiter optimal zu nutzen und ein zu setzen. Wir pflegen einen partnerschaftlichen Umgang, der von gegenseitiger Unterstützung und Respekt sowie auch die Bereitschaft, in die konstruktive Diskussion zu gehen, geprägt ist.
Im Umgang mit den Kindern und den Eltern, aber auch in einem abwechslungsreichen Kindergartenjahr spürt man Freude an unserer Arbeit.
Die Zusammenarbeit im Team wird durch regelmäßige Fortbildung einzelner Mitarbeiter, wie auch in „Inhouse-Schulungen“ des gesamten Teams bereichert. Einmal im Jahr ist der Kindergarten für eine Fortbildungswoche geschlossen.
Die Ausbildung von Praktikanten gehört zu den Aufgaben von Kindertagesstätten. Wir ermöglichen Schülern, ein berufsorientiertes Praktikum, laden zu „Boys- und Girls-Days“ ein und unterstützen angehende Erzieher in ihrer praxisorientierter Ausbildungszeit.

7.2 Aufgaben des pädagogischen Personals

Das Aufgabengebiet umfasst weitaus mehr, als die Betreuung der Kinder. Viele der Aufgaben sind während der Öffnungszeiten nicht durchführbar und werden erst nach der Schließzeit wahrgenommen.

Einige wichtige Aufgaben werden hier genannt:
– Vorbereitung, Planung und Mitgestaltung von Elternabenden, Aktionen, Exkursionen und Festen
– Raumgestaltung
– Ausarbeitung und Vorbereitung von Projekten
– Reflexion der pädagogischen Arbeit
– Elternbriefe
– Teambesprechungen
– Elterngespräche, Entwicklungsgespräche einmal im Jahr oder Problemgespräche
– Führen der Portfolios
– Beobachtungen aller Kinder
– Hilfestellungen bei neuen Kolleginnen geben
– Anleiten von Praktikanten
– Fortbildungen und fachlicher Austausch
– Ordnung und Sauberkeit in den Gruppenräumen herstellen
– Einkäufe von Materialien
– Gestaltung von Geburtstagsfeiern

7.3 Aufgaben der Leitung

Das Aufgabengebiet einer Kindergartenleitung ist sehr umfangreich. Die Leitung führt zum einen die gleichen Aufgaben aus, wie das pädagogische Personal und zum anderen gibt es zahlreiche organisatorische- und verwaltungstechnische Aufgaben zu erledigen.

Einige wichtige Aufgaben werden hier genannt:
– Organisation des laufenden Betriebs
– Urlaubs- und Krankheitsvertretungen organisieren
– Führung der Mitarbeiter
– Moderieren der Teamsitzungen
– Verwaltungsaufgaben
– Meldungen von Unfällen und ansteckenden Krankheiten etc.
– Erhebungsbögen und Statistiken
– Kooperation zu anderen Institutionen pflegen
– Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Gesundheitsamt
– Elternabende gestalten und moderieren
– Informationen an Mitarbeiter und Eltern weiterleiten
– Erstgespräche und wichtige Elterngespräche führen
– Leitungssitzungen
– Regelmäßiger Austausch und Zusammenarbeit mit dem Träger
– Kontrollieren, innovieren, repräsentieren, planen, integrieren, delegieren, beraten, anleiten
Frau Federlechner vertritt die pädagogischen Fachkräfte sowie den Koch bei Urlaub und / oder Krankheit.

7.4 Zusammenarbeit mit dem Träger

Wir pflegen eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Träger. Der Geschäftsführer, Herr Theele, ist täglich in der Einrichtung und daher immer in Allem involviert und informiert.
Er nimmt an Betriebs- und manchen Kita-Ausflügen teil.
Er ist für die Finanzen und das Trägerportal (Einpflege der Gutscheine, Abrechnung der Platzgelder) zuständig, für allgemeine Trägeraufgaben (Erhebungen, Statistiken) sowie für Bestellungen und Anschaffungen.
Des Weiteren kümmert er sich um die Dienstpläne und die Erhaltung und Renovierung des Kindergartens und der Außenflächen.

7.5 Datenschutz

Die Daten der Kinder sind datenschutzrechtlich geschützt abgelegt, das Personal unterliegt der Schweigepflicht.
Auch das Portfolio und das Sprachlerntagebuch unterliegendem Datenschutz. Aus diesem Grund dürfen nur die Eltern die Unterlagen ihres Kindes anschauen und nicht die der anderen Kinder.

8.0 Kooperationen / Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Einmal im Jahr treffen sich alle Leitungen des Bezirks bei einem Fachforum zum gegenseitigen Interessenaustausch und für Informationen seitens des Senats.

Wir haben Kooperationen mit der „Grundschule am Insulaner“ und der „Markus-Grundschule“. Unsere Kooperationsbeauftragte ist Petra M.

Wir streben weitere Kooperationen mit verschiedenen Familienzentren an.

9.0 Schutzkonzept der Kita Bibbi-Bär

9.1 Umgang mit dem Paragraphen § 8a SGB

Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (vgl. § 1 SGB VIII).
Sicherstellen, dass dieses Recht auch umgesetzt wird, liegt, ebenso wie der Schutz eines jungen Menschen vor Gefahren für dieses Wohl, zunächst in der Verantwortung der Eltern. Gleichwohl müssen das gesunde Aufwachsen von Kindern und ein wirksamer Schutz des Kindeswohl als gesamtgesellschaftliche Aufgaben verstanden werden.
Mit Einführung des § 8a SGB VIII zum 1.10.2005 wurde der „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ konkretisiert und aufgewertet.

Das allgemeine Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist:
– die Erzieherin schätzt die Kindeswohlgefährdung eigenständig ein und im Team wird das Thema
bearbeitet
– Auffälligkeiten werden mit zeitlicher Einordnung dokumentiert
– bei allen Fällen, in denen der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht, wird die Leitung eingeschaltet
– daraufhin wird das weitere Vorgehen beschlossen, dokumentiert und, gemäß dem Kooperationsvertrag       mit dem Kinderschutzzentrum Berlin e. V., eine soweit erfahrene Fachkraft hinzugezogen.
– wir holen uns Hilfe von Fachpädagogen und der Kinderschutzbeauftragten

Wird der Verdacht bestätigt, gibt es drei Möglichkeiten:
– Eine Unterstützung der Familie durch die Einrichtung (um der Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken.
– Die Möglichkeit, die Familie dahingehend zu beraten, sich an das zuständige Jugendamt zu wenden, um
sich Hilfe zu suchen. Sucht die Familie sich keine Unterstützung, wird sie davon in Kenntnis gesetzt, dass
die Leitung das Jugendamt schriftlich informiert.
– Stellt das Gespräch mit den Erziehungsberechtigten eine weitere Gefährdung für das Kind dar, wendet
sich die Leitung direkt an das Jugendamt.

Beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung während der Kita-Zeit (§ 72 a), orientiert sich unsere Einrichtung an den Rahmenbedingungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.
In ihnen sind die, schon erwähnten, rechtlichen Grundlagen des Kinderschutzes gemäß dem §§ 8a und 72a SGB VIII .

Somit beinhaltet unser Vorgehen beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung 10 Schritte:
1. Erkennen möglicher Kindeswohlgefährdung
2. Austausch im Team und der Leitung
3. Einschalten der Kinderschutzkraft
4. gemeinsame Risikoeinschätzung
5. Gespräch mit den Erziehungsberechtigten
6. Aufstellen eines Beratungs- und Hilfeplans
7. Überprüfen des Erreichens der Zielvereinbarung
8. gegebenenfalls erneute Risikoabschätzung
9. gegebenenfalls Inanspruchnahme des Jugendamtes
10. Information und Einschaltung des Jugendamtes

Die Ergebnisse des Fallteams werden schriftlich festgehalten und sind somit jederzeit nachvollziehbar.

9.2 Schutzkonzept zum Paragraphen § 72a SGB

Das vorliegende Schutzkonzept soll das Recht auf eine gewaltfreie Umgebung in einem instituionellen, geschützten Rahmen für alle Kinder darstellen. Ebenso soll das Schutzkonzept zu einem gewaltfreien Arbeitsplatz beitragen.

Die Kita Bibbi-Bär hat den Auftrag und den Anspruch, die ihr anvertrauten Kinder in besonderem Maße vor Vernachlässigung, Gewalt und Übergriffen zu schützen. Die Kita ist ein sicherer Raum, der Kindern Freiräume in ihrer altergemäßen Entwicklung lässt und auch Auffälligkeiten und deren möglichen Ursachen nicht ignoriert. Alle Mitarbeiter tragen dazu bei, diese Atmosphäre herzustellen.

Um den gesetzlichen Schutzauftrag mit Hilfe des vorliegenden Schutzkonzeptes umzusetzen, bietet das Leitbild der Kita eine Grundorientierung.

– Unser Handeln ist geprägt von Akzeptanz und Wertschätzung eines jeden Menschen.

– Unsere Angebote gelten Menschen jeder Nationalität, Religion, Weltanschauung, gesellschaftlichen und  wirtschaftlichen Stellung.

– Unser Anliegen ist es, den Menschen, die sich uns anvertrauen, jederzeit einen unterstützenden und grenzwahrenden Umgang mit ihrer physischen und psychischen Integrität zu sichern.

– Wir bieten Menschen in ihren Lebenssituationen einen Unterstützungsrahmen, der sich an ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Allen Menschen begegnen wir mit einer offenen und wehrschätzenden Haltung. Alle Mitarbeiter pflegen einen respektvollen und zugewandten Umgang miteinander.

– Wir ermutigen zu einer lebensbejahenden Einstellung und Lebensfreude. Unser Ziel ist es, die Partizipationschancen der Kinder, die sich uns anvertraut haben, zu erhöhen, um ihnen eine kontinuierliche Teilhabe am Leben einer demokratischen Gesellschaft zu ermöglichen.

-Wir schaffen  unter den vorgegebenen Bedingungen den bestmöglichen Rahmen, um die Entwicklung von Kindern angemessen zu unterstützen. Die wichtigste Voraussetzung hierfür sind vor allem unsere engagierten und kompeteneten Mitarbeiter/innen, jeweilige Räume zum Wohlfühlen und ein ansprechendes Umfeld.

-Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen bestimmen das Miteinander in unserer Kita. In allen unseren Handlungen zeigen wir die Bereitschaft zur Weiterentwicklung und zum eigenverantwortlichen Handeln.

Haltung

Die Mitarbeiter richten ihr Augenmerk bei der Aufgabenverteilung nicht auf das Geschlecht eines Menschen, sondern auf seine Haltung. Frauen und Männer gehören selbstverständlich gleichberechtigt in unser Kita-Team, egal, ob mit beruflicher Ausbildung oder ungelernt. Genauso selbstverständlich übernehmen sie gleichberechtigt alle anfallenden Aufgaben.

Dabei fördert die Kita eine Kultur des Miteinanders. Bei klarer und transparenter Aufgabenverteilung sind die Organisationsstrukturen durchlässig, so dass Dialoge auf allen Ebenen vertrauensvoll stattfinden können. Wir kommunizieren klar und verständlich und sorgen für Transparenz in Bezug auf relevante Informationen. In unserer Einrichtung wird eine angstfreie Kommunikation unterstützt und gewährleistet. Dazu trägt eine reflektierende und prozesshafte Fehlerstruktur bei, die Verhaltensänderung und -anpassung an veränderte Situationen unterstützt und zu Handlungssicherheit beiträgt.

Risikosituationen

Vorzunehmende Risikoeinschätzungen müssen Lebensalter und Abhängigkeitsverhältnisse der zu Betreuenden sowie die spezifischen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen.

Unsere Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass Kinder die Möglichkeit haben, sich zurück zu ziehen, aber dennoch eine Kontrolle vorhanden ist und somit das Risiko eines Machtmissbrauchs minimiert wird. Alle Räume sind miteinander verbunden. Dies dient auch zur Eindämmung der Möglichkeit eines Übergriffs durch Mitarbeiter oder untereinander.

Besondere Transparenz der Erzieher/innen sowie genaue Absprachen, einsichtige Orte und zieldefiniertes Handeln sind besonders dann nötig, wenn Kinder nackt sind. Dies kann in Spielsituationen mit Wasser, wie Planschen, Schwimmen oder Baden, und beim Wickeln eine Rolle spielen. Dies dient auch zum Schutz der Mitarbeiter/innen. Generell sind die Kinder niemals nackt in der Öffentlichkeit (Spielplatz, Schwimmbad etc.) zu sehen.

10.0 Datenschutz

10.1 Datenschutz der Kinder und Erziehungsberechtigten

Persönlichkeitsrechte

Kinder sind Träger eigener Rechte und haben gem. Art. 16 der UN-Kinderrechtskonvention Anspruch auf Schutz ihrer Privatsphäre und aus Art.2 Abs.1 GG i. V. m. Art.1 Abs.1 GG ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Im Rahmen der Betreuung der Kinder in einer Kindertagesstätte steht datenschutz-rechtlich die Beachtung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung im Fokus. Die daraus resultierenden Rechte des Kindes werden zunächst treuhänderisch durch die Erziehungsberechtigten wahrgenommen. Das bedeutet, Erziehungsberechtigte dürfen stellvertretend für ihr Kind unter Beachtung des Kindswohls für das Kind Einverständniserklärungen abgeben und Entscheidungen über die Verwendung von dessen personenbezogenen Daten treffen. Außerdem können sie gegen Datenschutz-verstöße vorgehen.

Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Sozialdaten

Nach § 67 SGB (Sozialgesetzbuch) ist das Erheben von Sozialdaten zulässig, wenn ihre Kenntnis zur Erfüllung der erhebenden Stelle erforderlich ist. Für die Verarbeitung und Nutzung der Daten gilt das zusätzliche Erfordernis, dass Daten nur für Zwecke verarbeitet oder genutzt werden dürfen, für die sie erhoben worden sind. Der § 67 definiert Sozialdaten als Einzelangaben über persönliche und sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person, wie z. B. Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Nationalität und Gesundheit. Darunter fallen in einer Einrichtung also alle personengebundenen Angaben des Kindes und der Erziehungsberechtigten, die dort im Zusammenhang mit der Erziehung des Kindes erhoben, verarbeitet und genutzt werden.

Video- und Bildaufnahmen

Für alle Video- und Bildaufnahmen, die nicht für die Erfüllung der Erziehungsaufgaben erforderlich sind, muss eien Einwilligung eingeholt werden.

Entwicklungsdokumentation

Zu Dokumentationen des Entwicklungsfortschritts sowie des Verhalten des Kindes in der Kindertagesstätte machen Erzieher/innen in der Regel schriftliche Aufzeichnungen, um den individuellen Förderbedarf des Kindes feststellen zu können. Eine solche Entwicklungsdokumentation ist vom Berliner Bildungsprogramm (BBP) umfasst. Der Inhalt darf nur den Erziehern/innen und den Erziehungsberechtigten des Kindes bekannt sein. Eine Kenntnis von Dritten ist nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten zulässig.

Kooperation mit der Schule

Sollen zum Austausch von Informationen mit der Grundschule Unterlagen ausgetauscht werden oder Einblick in Daten des Kindes gewährt werden, muss dies mit den Erziehungsberechtigten abgestimmt werden. Die schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten ist einzuholen, da im Zweifel ein erzieherischer Grund für einen solchen Austausch nicht ersichtlich ist.

Strafen und Sanktionen

Erzieher/innen sind nach §8 und § 32 des Berliner Datenschutzgesetzes zur Verschwiegenheit verpflichtet und es ist ihnen untersagt, personenbezogene Daten zu verarbeiten oder zu verbreiten.

10.2 Datenschutz der Angestellten

Für angestellte Erzieher/innen und andere Beschäftigte in der Kindertagesstätte gelten die gleichen rechte und Pflichtenwie für jeden Arbeitnehmer. Hervorzuheben sind hier die Schulung zum Datenschutz und die arbeitsvertragliche Schweigepflicht. Diese wird durch die Unterzeichnung einer Verpflichtung auf das Datengeheimnis bzw. auf Vertraulichkeit durch die Mitarbeiter unterstrichen.

Sozialdaten

Personaldaten der Mitarbeiter werden dann gespeichert, wenn sie zur Personalverwaltung (Gehalts-abrechnung, Steuer- und Sozialabgaben etc. ) relevant sind.

Video- und Bildaufnahmen

Für Video- und Bildaufnahmen sind freiwillige Einwilligungen erforderlich.

10.3 Fazit

Die Kuschelburg gUG als Träger und die Kita Bibbi-Bär holen für alle Personaldaten, die nicht durch Pkt.10.1 Abs.3 und 4 sowie Pkt.10.2 Abs.2 abgedeckt sind, sowie für Video- und Bildaufnahmen die Einwilligung der Erziehungsberechtigten und der Mitarbeiter ein, mit dem Hinweis auf die Art der Nutzung sowie mit dem Hinweis darauf, dass diese Einwilligungen jederzeit, mit Wirkung für die Zukunft, widerrufen werden können, ohne dass daraus ein Nachteil entsteht.

Ebenso wird versichert, dass Daten, die nicht mehr benötigt werden, umgehend gelöscht werden.

Hoch sensible Daten, deren unbefugte Einsicht durch Dritte zu Mißbrauch führen können, wie

  • Auskünfte über Einkommen
  • Daten der Sozialleistungen
  • Bankverbindungen
  • Auskünfte über Familienmitglieder
  • Informationen über innerfamiliäre Verhältnisse
  • Dokumente über Mitarbeitergespräche
  • Aufzeichnungen, Dokumente oder Protokolle über kindliche Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten
  • etc.

werden in einem verschlossenen Schrank verwahrt. Daten, die mittels des PC verwaltet werden, sind durch ein Kennwort geschützt.

11.0 Öffentlichkeitsarbeit

Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit arbeiten wir nicht „still und heimlich in den vier Wänden“ der Kita, sondern bringen Transparenz in die vielschichtige, pädagogische Arbeit unserer Einrichtung.

Wir geben in unserer Kita Informationen an unterschiedliche Personen weiter. Wir möchten unser Ansehen und unseren Bekanntheitsgras in der Öffentlichkeit stärken und eine Vertrauensbasis aufbauen und pflegen.

Öffentlichkeitsarbeit, die wir betreiben:
– mit dem Vorhaben, ihr Kind bei uns anzumelden, treten viele Eltern das erste Mal mit uns in Kontakt
– Infostunden für interessierte Eltern
– Internetpräsenz
– Kita-Netz
– Schaukasten
– Aufnahme von Kooperationen
– Werbung
– Medien

Die Kita-Leitung ist telefonisch erreichbar:
Montag – Freitag, in der Zeit von 13:00 – 15:00 Uhr.

Schlussworte

Hiermit sind WIR am Ende dieser Konzeption angelangt.
Dies ist allerdings keine endgültige Fassung, denn so wie die Kinder, Erwachsenen und somit auch sich die gesamte Gesellschaft mit der Zeit verändert, so wird sich auch die Pädagogik immer wieder verändern. Denn die Zeit, wir und damit unsere Arbeit wird immer in Bewegung sein.
Wir reflektieren und betrachten unsere tägliche Arbeit mit den Kindern und Eltern kritisch, damit wir Veränderungen rechtzeitig wahrnehmen und darauf reagieren können.

Team der „Kita Bibbi-Bär“ im Oktober 2018